Als Edda werden zwei verschiedene, in altisländischer Sprache verfasste literarische Werke bezeichnet. Jahrhundert im christianisierten Island niedergeschrieben und behandeln skandinavische Götter- und Heldensagen. 1220 für tp link handbuch deutsch norwegischen König Hákon Hákonarson und den Jarl Skúli verfasste.

Das zweite Werk, das als Lieder-Edda bezeichnet wird, wurde erst im späten Mittelalter so benannt, doch der Name hat sich eingebürgert und gilt als die bekanntere Edda: Um 1270 wurde auf Island eine Sammlung Lieder unterschiedlichen Alters niedergeschrieben. Einige der von Snorri zitierten Strophen stimmen fast wörtlich damit überein. Als Abgrenzung der beiden Werke voneinander werden die Werke in der Literatur als Snorra-Edda und Lieder-Edda bezeichnet. Da aber die Liedersammlung wahrscheinlich erst nach dem Erscheinen der Snorra-Edda zusammengestellt wurde, sind diese Namen verwirrend und werden heute vermieden. Die Etymologie des Wortes Edda ist unsicher. Wahrscheinlich handelt es sich einfach um die nordische Übersetzung des lateinischen Worts editio, zu deutsch Herausgabe, Edition. In der Orkneyinga saga finden wir das isländische Wort Kredda für das lateinische Wort Credo für Glaube, auch christliches Glaubensbekenntnis.

Die Lieder-Edda, früher auch Sämund-Edda genannt, ist eine Sammlung von Dichtungen unbekannter Autoren. Stofflich werden mythische Motive, sogenannte Götterlieder aus der Nordischen Mythologie, behandelt, und die sogenannten Heldenlieder. Der älteste und wichtigste Textzeuge der Lieder-Edda ist der vermutlich um 1270 niedergeschriebene Codex Regius der Lieder-Edda. Die Lieder und Gedichte sind überwiegend in gebundener Form gehalten.

Dazwischen finden sich jedoch auch kürzere Prosa-Abschnitte, etwa als Einleitung. Für diesen Wechsel gibt es mehrere Erklärungen. So könnten die Prosastücke verlorengegangene oder bruchstückhafte Verse ersetzt oder vorhandene gekürzt, präzisiert oder modifiziert haben. Sie könnten aber auch von Anfang an vorhanden gewesen sein.

Die Datierung der Lieder-Edda steht im Zusammenhang mit der religionshistorischen Frage, inwieweit die Lieder-Edda als Dokument und Überlieferung vorchristlicher Zustände herangezogen werden kann. Um eine Datierung vorzunehmen, muss man zwischen literarischer Form und Inhalt unterscheiden. Der späteste Zeitpunkt für beides ist die Zeit der Verschriftlichung im 13. Man dachte früher, dass die literarische Form aus dieser Zeit stamme.