Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Die sumerische Sprache ist die Sprache des altorientalischen Kulturvolkes der Sumerer. Sie ist nach sumerian lexicon pdf Erkenntnissen mit keiner anderen bekannten Sprache verwandt, weswegen man sie als linguistisch isoliert bezeichnet. Diese Darstellungsform erleichtert Nicht-Keilschriftkundigen wesentlich das Verständnis der linguistischen Aspekte, um die es hier vor allem geht.

Eine sumerische Monumentalinschrift aus dem 26. Sumerer in Südmesopotamien eine entscheidende Rolle beim Übergang zur Hochkultur, insbesondere auch bei der Entwicklung einer für Wirtschaft und Verwaltung brauchbaren Schrift etwa um 3200 v. Muster, die auf tönernen Zählmarken eingeritzt waren, in größere Tonklumpen zu ritzen und mit zusätzlichen Zeichen zu versehen. Ursprünglich wurde die sumerische Keilschrift als ideographische oder logographische Schrift entwickelt. Jedes Zeichen entsprach einem Wort, und diese Zeichen ließen zunächst noch gut erkennen, welcher Begriff gemeint war. Begriffe der Transliteration der Keilschrift und deren Zerlegung bei der grammatikalischen Analyse illustriert werden.

Die sumerische Schrift und Fragen der Transkription und Transliteration werden in diesem Artikel nicht weiter behandelt, es wird auf den Artikel Keilschrift verwiesen. Die Sumerer mussten sich allerdings seit etwa 2600 v. Aus der Dschemdet-Nasr-Zeit gibt es einige Rechtsurkunden und literarische Kompositionen in archaischer Form. Wirtschafts- und Verwaltungstexte, schon erste längere Königsinschriften, vereinzelte literarische Texte.

Die Texte dieser Phase geben schon einigen Aufschluss über die sumerische Grammatik. Die größte Funddichte aus der Zeit der III. Wirtschaftstexte aus Lagaš, Umma und Ur. Etliche Rechts- und Prozessurkunden wurden überliefert. Rolle einer Gelehrten-, Kult- und Literatursprache.

Deren langanhaltende Bedeutung zeigt aber die Tatsache, dass sich noch im 7. Soziolekt eme-sal greifbar, wenn auch nur in spätsumerischer literarischer Überlieferung. Um die Zeitenwende ging jede Kenntnis des Sumerischen und der Keilschrift verloren. Im Gegensatz zu den Assyrern, Babyloniern und Ägyptern, deren Wirken in der Geschichtsschreibung des klassischen Altertums breit dokumentiert ist, gibt es in diesen Berichten keinen Hinweis auf die Existenz der Sumerer.

Mit der Entzifferung der Keilschrift seit dem Anfang des 19. Es gab zahlreiche Versuche, das Sumerische mit anderen Sprachen oder Sprachfamilien in eine Verwandtschaftsbeziehung zu setzen. Somit wird das Sumerische weiterhin mehrheitlich als isolierte Sprache betrachtet. Wenn es in prähistorischer Zeit mit dem Sumerischen verwandte Sprachen gegeben haben sollte, so sind diese nicht schriftlich fixiert worden und somit für einen Vergleich verloren.

Wort etwa in der ersten Hälfte des 3. Mit den schon erwähnten semitischen Akkadern gingen die Sumerer nach und nach eine Symbiose ein, die natürlich auch wechselseitige Auswirkungen auf die beiden Sprachen hatte. Kultur und Wirtschaft schon seit Beginn des 3. Jahrtausends von der sumerischen Hochkultur beeinflusst wurde. Lulubäer, Gutäer und andere, die Sumer phasenweise im 3. Sprache ist ebenfalls nicht greifbar, schon deswegen nicht, weil die Sprachen dieser Ethnien so gut wie unbekannt sind. Diese Kurzdarstellung der sumerischen Sprache konzentriert sich auf die Nominal- und Verbalmorphologie, es werden nur die grammatischen Standardphänomene behandelt, auf Ausnahmen und Sonderfälle wird nur vereinzelt hingewiesen.

Die Darstellung basiert vor allem auf den Grammatiken von D. Diese Methode erleichtert Nicht-Keilschriftkundigen wesentlich das Verständnis der linguistischen Aspekte, um die es hier vor allem geht. Silben der für das Sumerische verwendeten Keilschrift könnte vermuten lassen, dass das Sumerische eine Tonsprache war, bei der unterschiedliche Tonhöhen bedeutungsdifferenzierend wirkten. Allerdings spricht dagegen, dass es in Vorderasien sonst keine Tonsprachen gibt.

Zólyomi als aspirierte dentale Affrikata gelesen. Da es in akkadischen Lehnwörtern als erscheint, ist diese Analyse strittig. Dessen genaue Aussprache, ob laryngal oder pharyngal, ist jedoch ebenso ungeklärt wie die Frage nach weiteren Phonemen. Das Sumerische hat zwei Numeri, den unmarkierten Singular und einen Plural.

Doppelsetzung des Substantivs oder des nachgestellten Adjektivattributs gebildet werden. Bei Nomina der Sachklasse kann das Attribut -hi. In der älteren Forschung wurden die Kasus allein anhand der nominalen Markierung definiert. Die Kasusmarkierung mittels Verbalpräformativen wird durch Phänomene von Kontraktionsregeln im Zusammenspiel mit den Auswirkungen der Silbenschrift kompliziert, die die Kasusmarker teilweise sehr stark verändern. Definition des Kasus im Sumerischen die nominale wie die verbale Markierung gleichermaßen heranzuziehen. Ein Kasus wäre danach jede vorkommende Kombination eines der nominalen Marker mit einem der verbalen Marker. Nach dieser Zählweise ergibt sich für die Gesamtzahl der sumerischen Kasus eine deutlich höhere Anzahl als 9.

Sumerischen durch pronominale possessive Enklitika ausgedrückt. Die Beispiele zeigen, dass das possessive Enklitikon vor dem Kasusmarker steht. Natürlich müssen nicht alle Positionen belegt sein. Phrasen besetzt werden, so dass sich mehrfache Schachtelungen und sehr komplexe Konstruktionen ergeben können. Ein Beispiel hierfür ist Beispiel 11 in der folgenden Übersicht. Die Ziffern vor den Konstituenten beziehen sich auf die Position in der Kette.