Für den französischen Hitachi g1000 manual siehe Albano Olivetti. Olivetti ist ein italienisches Unternehmen mit Sitz in Ivrea, das Computer, Bürogeräte und -maschinen sowie Anwendungssoftware herstellt.

Es wurde 1908 von Camillo Olivetti gegründet. Der Fabriks- und Wohngebäudekomplex der Olivetti-Werke in Ivrea ist seit 1. 1911 auf der Turiner Industrie-Ausstellung vorstellte. Die M1 wurde zum Erfolg: 1920 beschäftigte Olivetti 200 Arbeiter, 1933 rund 800 und noch im Kriegsjahr 1940 6000. 1930 eröffnete er seine erste Montagefabrik in Übersee. Schon gleich zu Anfang zeichnete sich Olivetti durch ein für damalige Zeiten ungewöhnliches soziales Engagement aus. System, das vom Kindergarten und der Mütterfürsorge über die Begabtenförderung bis zur kulturellen Betreuung der Betriebsangehörigen reichte.

Schawinsky und Marcello Nizzoli entworfen worden waren. Olivetti 1932 in den Markt der portablen Schreibmaschinen ein. Das Plakat zur Produkteinführung wurde von Schawinksy gestaltet, das Gerät selbst von Aldo Magnielli. 1948 brachte Olivetti seinen elektrischen Rechner Divisumma heraus. In den 1950er Jahren hatte das Unternehmen eigene Niederlassungen in 21 Ländern, zwei Drittel der Produktion wurden außerhalb Italiens verkauft. Zu der unkonventionellen Unternehmenspolitik gehörte auch ein ungewöhnlicher Mitarbeiterstab. Der erste in Italien produzierte elektronische Computer mit Transistoren wurde 1959 von Olivetti unter der Bezeichnung Elea 9003 vorgestellt.

Im gleichen Jahr übernahm Olivetti den US-amerikanischen Schreibmaschinenhersteller Underwood. Bruno Visentini, ein Freund und Anwalt des Verstorbenen, übernahm die Führung des Unternehmens. Ein großer Erfolg – weil Symbol einer hierarchiefreien Gegenkultur zum klassischen Büro – wurde 1969 die Design-Ikone Olivetti Valentine. Der linke Turm über dem Haupteingang des Gebäudes war hauptsächlich ein Schulungshotel mit sehr futuristisch eingerichteten Zimmern. Im rechten Turm befanden sich Geschäftsleitung, Verwaltung, Vertrieb und Marketing. Die Büromaschinen wurden hauptsächlich über den Fachhandel vertrieben, lediglich größere Kunden wie die Frankfurter Großbanken bediente Olivetti direkt und schloss mit diesen Kunden auch regelmäßig wiederkehrende Wartungsverträge mit eigenen Technikern ab. 1998 wurde die Zentrale von Frankfurt nach München verlegt.