Dies ist alcatel u5 user manual als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Weiterentwicklungen der weltweit ersten Interkontinentalrakete, der R-7, die am 15. Mai 1957 zu ihrem ersten Flug startete.

Die erste offizielle Weltraummission hatte die R-7 am 4. Oktober 1957 mit Sputnik 1 an Bord. Durch die ständige Weiterentwicklung entstanden viele Varianten der R-7, die zudem immer leistungsfähiger und zuverlässiger wurden. Eine der bekanntesten Varianten der R-7 ist die Sojus. Außerdem ist sie die einzige aktive Trägerrakete der Russischen Föderation, die für den bemannten Raumflug zugelassen ist. Sojus-FG bei der Montage in Baikonur.

Man sieht den Zentralblock mit den Boostern und die Nutzlastverkleidung mit dem bereits integrierten Raumschiff. Diese sind jeweils 19,6 m lang, besitzen einen Maximaldurchmesser von 2,68 m und wiegen leer etwa 3,5 t und beim Start 44,5 t. Das System besteht aus einem Komplex von Feststoffraketen das oben an der Sojus angebracht ist. Bei einem Fehlstart werden sie gezündet und tragen die Kabine mit den Kosmonauten innerhalb kürzester Zeit aus der Gefahrenzone.

September 1983 kam bisher einmalig das Rettungssystem zum Einsatz, als eine Sojus-U direkt auf dem Starttisch explodierte. Im Laufe der Jahre entstanden mehrere Versionen der Sojus-Rakete. Sie unterschieden sich in den eingesetzten Triebwerken, Nutzlastverkleidungen und Treibstoffen. Alle Versionen verfügten über drei Stufen und wurden zum Befördern von Nutzlasten in niedrige Umlaufbahnen verwendet.

Das ist die ursprüngliche Version der Sojus-Rakete, die zum ersten Mal am 28. April 1967 das bemannte Sojus-1-Raumschiff ins All beförderte. Die Rakete verwendete RD-107-Triebwerke in der ersten Stufe, RD-108 in der zweiten und RD-0110 in der dritten. Eine Sojus, mit der Prototypen sowjetischer Mondlandefähren zu Testzwecken in die Erdumlaufbahn geschossen wurden. Mit der Sojus-U, die zum ersten Mal am 18.

Mai 1973 flog, wurden die Modifizierungen der letzten acht Jahre in einer standardisierten Rakete zusammengefasst. Die Modifizierungen betrafen Triebwerke und Booster der Rakete, außerdem wurden die Startvorbereitungsanlagen an die neue Rakete angepasst. Sojus-U2 startete zum ersten Mal am 28. Für den Einsatz mussten auch die Einspritzdüsen der Triebwerke modifiziert werden. Durch diese Änderungen stieg die Nutzlast der Rakete um 200 kg gegenüber der Sojus-U an. Sojus-FG ist eine Übergangsversion zwischen der Sojus-U und der neuen Sojus-2. Die Triebwerke der ersten und zweiten Stufe wurden durch neue Einspritzköpfe und ein geändertes Mischungsverhältnis der Treibstoffe optimiert und erhielten die Bezeichnungen RD-107A und RD-108A.

Um kommerzielle Satelliten sowie Raumsonden auf hohe Umlaufbahnen bringen zu können, wurde der Sojus eine vierte Raketenstufe hinzugefügt. Die vierte Stufe wird zusammen mit der Nutzlast von der Nutzlastverkleidung umhüllt. Die Ikar-Stufe wurde von dem Antriebsmodul des russischen Kometa- bzw. Jantar-1-Aufklärungssatelliten abgeleitet und genutzt, um mit der Sojus-U Globalstar-Satelliten zu starten. Dabei wurden 1999 bei sechs Flügen 24 Globalstar-Satelliten ins All gebracht, jeweils vier Stück pro Flug. Die Fregat-Stufe wurde von dem Antriebsmodul der Raumsonden Fobos und Mars 96 abgeleitet und ist mit einem modernen digitalen Steuerungssystem ausgestattet.

Sie wird vom russischen Unternehmen Lawotschkin gebaut. Weiterentwicklung der Sojus-U darstellt und über eine Nutzlastkapazität von etwa 7,5 t für den erdnahen Orbit verfügt. Sie sollte nicht mit der neuen Rus-M verwechselt werden, die eine komplette Neuentwicklung darstellt. Die Rus sollte ein digitales Flugsteuerungssystem erhalten, das das alte, aus den 1960ern stammende, analoge Steuerungssystem ersetzen sollte.

Die Wende kam, als in Kooperation mit Arianespace die Firma Starsem gegründet wurde, die die Sojus im Westen zum Start von kommerziellen Satelliten anbot. Bald kamen die ersten Startaufträge und damit auch Geld in die Kassen, das zur Weiterentwicklung der Sojus verwendet werden konnte. An Stelle von Sojus-ST kam 2001 die Sojus-FG zum Einsatz, die sich von der gewöhnlichen Sojus-U nur durch die RD-107A- und RD-108A-Triebwerke in den ersten beiden Stufen unterschied. Sie wird nun zum Starten bemannter Raumschiffe und Raumtransporter verwendet. Außerdem wurde die Fregat-Stufe in Verbindung mit der Sojus-U und später auch mit der Sojus-FG getestet und mehrfach erfolgreich eingesetzt.